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IMG_5507Die Sängerin Maria Jonas ist eine der kreativsten und vielseitigsten Persönlichkeiten Kölns, die als Interpretin Alter und immer häufiger Improvisierter Musik zu erleben ist – als Solistin sowie in ihren Ensembles Ars Choralis Coeln (Frauenschola) und Ala Aurea (Ensemble für mittelalterliche Musik). Maria Jonas ist stets auf der Suche nach einer lebendigen Auseinandersetzung mit Alter und jeglicher Art von Musik. Darum umschreibt der Begriff „Trobairitz“ ihr Wirken besser als die übliche Bezeichnung Sängerin. Die Trobairitz waren das weibliche Gegenstück zu den Trobadors im 11. bis 13. Jh. im südlichen Frankreich. Das Wort stammt von dem okzitanischen Wort trobar: finden, erfinden. Als kreativer Geist wird Maria Jonas zunehmend auch bei der Entwicklung von Veranstaltungskonzepten zu Rate gezogen. So übernahm sie 2008 die künstlerische Leitung der interkulturellen Klangwerkstatt „KOLUMBA singt“, die jährlich mit wechselnden Gästen stattfindet. Maßgeblich wirkt sie auch bei der Kölner Initiative ZAMUS (Zentrum für Alte Musik) mit.

IMG_5513Bassem Hawar wuchs in einer uralten Kulturlandschaft zwischen den antiken sumerischen Städten Ur und Lagash im Südirak auf. Diese Gegend ist als Heimat der Musiker und Künstler bekannt. Auch in Bassem Hawars Familie finden sich zahlreiche musische Talente. Er studierte arabische Musik mit seinem Instrument, Djoze (irakische Fidel), am renommierten Konservatorium in Baghdad, der einzigen Institution dieser Art in der arabischen Welt. Nach seinen musikwissenschaftlichen Studien war er Dozent für Djoze am gleichen Institut. Dort arbeitete er auch in der Instrumenten-Werkstatt des Konservatoriums und erneuerte Bauform und Spieltechnik der Djoze. Mit dem irakischen Sinfonieorchester spielte er in arabischen Ländern und in Europa, dort auch mit den Gruppen Lagash, Ahoar, Sidare, Duo Melodic, al-Bayariq, Babel, Yuri Honing Trio/Orient Express, Baghdad Ensemble u.a. Seit 2000 lebt er in Deutschland…

_MG_4494Dominik Schneider begab sich schon früh auf die Suche nach unterschiedlichsten Klangfarben und beschäftigt sich heute vorrangig mit dem Flötenspiel in mannigfaltigen Varianten. Seit 2010 fertigt er in seiner Werkstatt unter anderem ein frühes Traversflötenmodell, das besonders für die Musik des Mittelalters und der Frührenaissance geeignet ist. Darüber hinaus ist der Klangästhet ein gefragter Quinternist, aber auch mit dem Portativ arbeitet er oft mit Ensembles wie Vox Werdensis oder Ars Choralis Coeln zusammen. Außerdem widmet er sich der freien improvisierten Musik mit dem Kölner Jazz-Ensemble MÄÄR. Unter dem Namen BadAntiko interagiert er zwischen den Grenzen klassischer Musik und anderer Genres. An der Folkwang Universität der Künste in Essen unterrichtet er (zusammen mit Stefan Klöckner) im Master-Studiengang „Musik des Mittelalters“. Neben all der Musik sollen seine Portraitfotos klasse sein.